2. Februar 2017

LINKE fordert bedarfsgerechte Finanzierung der Jugendarbeit in Bremerhaven

Mit dem Haushalt 2017 soll die Finanzierung der drei Jugendbildungsreferent*innen in Bremerhaven um rund 20 Prozent gekürzt werden. Ab März dieses Jahres würde diese Kürzung dann auf die Arbeit bei den Falken, Arbeit und Leben und dem Stadtjugendring durchschlagen.

Cindi Tuncel, jugendpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft dazu: „Die Tätigkeit der Jugendbildungsrefernt*innen ist eine sehr wichtige Säule in der Jugendarbeit in Bremerhaven. Sie machen eine herausragende Arbeit und gehen dabei auch jetzt schon häufig über ihre persönliche Belastungsgrenze.

Statt einer Kürzung bräuchte es eine Aufstockung der Mittel für die Stellen auf 200.000 € - damit wäre dann auch eine bedarfsgerechte Arbeit möglich. Stattdessen ist jetzt zu befürchten, dass die Jugendarbeit in Bremerhaven elementar gefährdet ist. Die SPD Bremerhaven hatte auf ihrem letzten Unterbezirksparteitag einen Beschluss gefasst der sich deutlich gegen die Kürzungen aussprach. Dieses Versprechen muss auch umgesetzt werden, sonst kann wieder einmal davon ausgegangen werden, dass hier die ‚schwarze Null‘ über die Bedürfnisse und Anliegen der Kinder und Jugendlichen gestellt wird.“

Nelson Janßen, Bremerhavener Abgeordneter und Sprecher für Armutsbekämpfung der Fraktion DIE LINKE, ergänzt: „Bremerhaven kann es sich nicht erlauben, an den Bildungs- und Anlaufstellen für Kinder und Jugendliche zu kürzen. Die soziale Infrastruktur ist ohnehin grundlegend unterfinanziert. Angebote wie die der Falken, des Stadtjugendrings und von Arbeit und Leben bieten den Jugendlichen Zugänge und Entwicklungsmöglichkeiten, die ihnen sonst aufgrund ihrer finanziellen Situation nicht möglich wären. Dabei ist die Erwartungshaltung an die Jugendbildungsrefernt*innen hoch: Sie sollen das demokratische Bewusstsein von jungen Menschen stärken und Unterstützung für Geflüchtete leisten. Für diese wichtigen Aufgaben braucht es ausreichend Personal.

Nach der letzten Wahl war Politik- und Wahlverdrossenheit ein großes Thema. Es mutet schon sehr merkwürdig an, wenn jetzt an den Stellen gekürzt wird, die das Interesse am politischen Geschehen stärken können.“