DIE LINKE. Bremen
Schlechte Meldungen können weder der Magistrat, noch der Bremer Senat oder die Bundesregierung gebrauchen.
Deshalb werden die Arbeitslosenzahlen regelmäßig schön gerechnet.
Arbeitslose, die krank sind, einen Ein-Euro-Job haben oder an Weiterbildungen teilnehmen, werden bereits seit längerem nicht als arbeitslos gezählt.
Fast alle Arbeitslosen, die älter als 58 sind, erscheinen nicht in der offiziellen Statistik.
Im Mai 2009 kam eine weitere Ausnahme hinzu: Wenn private ArbeitsvermittlerInnen tätig werden, zählt der von ihnen betreute Arbeitslose nicht mehr als arbeitslos, obwohl er keine Arbeit hat.
Wer die tatsächliche Arbeitslosigkeit erfassen will, muss ehrlich rechnen. Wir tun das. Hier ist die tatsächliche Zahl, die allein auf amtlichen Daten der Statistik der Bundesagentur für Arbeit beruht.
Tatsächliche Arbeitslosigkeit im April 2012: 11.321
Offizielle Arbeitslosigkeit 8.624
Nicht gezählte Arbeitslose 2.697
Nicht gezählte Arbeitslose aufgeschlüsselt: 2.697
Älter als 58, 12 Monate in Grundsicherung (SGB II): 410
Älter als 58, 12 Monate in Grundsicherung (§ 428 SGB III / 65 Abs.4.SGB II / § 252 Abs. 8 SGB VI): 363
Ein-Euro-Jobs (Arbeitsgelegenheiten): 733
Fremdförderung: 132
Berufliche Weiterbildung: 442
Aktivierung und berufliche Eingliederung (z.B. Vermittlung durch Dritte): 249
Beschäftigungszuschuss (für schwer vermittelbare Arbeitslose): 3 Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen: 0
Kranke Arbeitslose (§126 SGB III): 173
BürgerInnenarbeit: 192
Aus: Aktuelle Daten zum Arbeitsmarkt (Agentur für Arbeit, Statistik-Service Nordost, Mai 2012).
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