22. September 2017

Bevölkerung in Bremerhaven-Lehe wirksam vor Brandstiftung schützen

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Seit Ende letzten Jahres brennt es extrem häufig im Goethequartier in Bremerhaven-Lehe. In diesen Straßenzügen leben viele Menschen in Armut, häufig werden die Wohnungen von bulgarischen Arbeitsmigranten bewohnt. Viele Immobilien sind in einem sehr schlechten baulichen Zustand, etwa 30 sind als unbewohnbare Schrottimmobilien definiert.

Offenbar gibt es in diesem Quartier eine Serie von Brandstiftungen, bei der regelmäßig Gegenstände in Treppenhäusern angezündet werden. Am 2. September starb bei einem Wohnungsbrand ein dreijähriges Kind, am 7. September brannten gleich zwei Immobilien in kurzer Zeit und am helllichten Tag. Eine dieser Immobilien in der Werkstraße wurde vom Magistrat vorher als „unbewohnbar" und „Leerstand" vermerkt. Allerdings war das Haus tatsächlich regulär bewohnt. Die Linksfraktion fragte den Senat in der heutigen Fragestunde der Bürgerschaft nach der mutmaßlichen Brandserie.

„Die Menschen im Quartier haben berechtigte Angst vor weiteren Bränden. Deshalb müssen die Behörden alles daran setzen, die Bevölkerung zu schützen und die Brandserie endlich aufzuklären. Bisher erfolgt aber keine Unterstützung der Ortspolizeibehörde Bremerhaven durch Brandermittler der Bremer Kripo."

„Allein angesichts der großen Zahl der Brände – mindestens 20 seit November – wäre eine personelle und materielle Unterstützung aus unserer Sicht sinnvoll", sagt Nelson Janßen.

Der Bürgerschaftsabgeordnete meint zudem: „Auch auf einer anderen Ebene muss gehandelt werden: Die fehlerhafte Liste des Magistrats über mögliche Problemimmobilien muss dringend auf eine korrekte Grundlage gestellt werden. Fehlinformationen wie bei dem Haus in der Werkstraße dürfen nicht wieder vorkommen."

Quelle: http://www.dielinke-bremerhaven.de/politik/aktuelles/detail/artikel/bevoelkerung-in-bremerhaven-lehe-wirksam-vor-brandstiftung-schuetzen-1/