28. März 2018

Bundesweite Armutsdebatte nutzen für Bremerhavener Probleme

Wie aus einer Anfrage der LINKEN im Bundestag hervorgeht, ist fast jeder zehnte Haushalt auf Hartz IV angewiesen. Die Zahl armer Kinder in Deutschland hat sich seit der Einführung von Hartz IV verdoppelt. Während Frau Merkel von "Wohlstand für Alle" redet und Herr Spahn die Armen verhöhnt, nimmt die Debatte über das Hartz IV - System Fahrt auf.

Herbert Winter, Stadtverordneter der LINKEN, erklärt dazu: "Bremerhaven ist seit Jahrzehnten in besonderem Maße von Armut und Überschuldung betroffen. Viele Menschen in unserer Stadt engagieren sich ehrenamtlich für arme Kinder, unterstützen die Tafel oder organisieren Charity-Aktionen wie jetzt wieder das große Osteressen. Das ist beachtlich. Was aber fehlt, ist eine breite Debatte darüber, was passieren muss, um wirkliche Verbesserungen für die betroffenen Menschen zu erreichen. Das Hartz IV - System haben wir LINKEN frühzeitig als "Armut per Gesetz" entlarvt und abgelehnt. Jetzt endlich sind auch führende SPD-Politiker*innen bereit, über die Abschaffung von HartzIV nachzudenken. Ich wende mich an die Bremerhavener Lokalpolitiker*innen. Nehmen Sie die Debatte auf. Machen Sie sich in Ihren Parteien stark für grundlegende Veränderungen. Legen Sie die Erfahrungen unserer Stadt mit dem Thema Armut in die Waagschale! Setzen Sie sich für die abgehängten und vergessenen Armen Ihrer Stadt ein und bringen Sie die Überwindung des Hartz IV - Systems auf den Weg. Als Mitglied der LINKEN trete ich für eine sanktionsfreie Mindestsicherung von 1050 € statt Hartz IV, die Erhöhung des Mindestlohns auf 12 € und eine solidarische Mindestrente ein. Was ist Ihr Vorschlag?"

Quelle: http://www.dielinke-bremerhaven.de/politik/aktuelles/detail/artikel/bundesweite-armutsdebatte-nutzen-fuer-bremerhavener-probleme/