7. Mai 2018

Pilotprojekt mit Elektroschockwaffen ist lebensgefährlich

Nach den Sommerferien will die Polizei Bremerhaven mit einer einjährigen Testphase des Einsatzes von Tasern beginnen. 20 Beschäftigte sollen an den Elektroschockwaffen ausgebildet werden. Die Stadtverordneten der LINKEN lehnen dies ab.

Petra Brand, Stadtverordnete der LINKEN und Mitglied im Ausschuss für öffentliche Sicherheit, erklärt dazu: "Die Bedenken, die in Bremen zu einer Ablehnung der Tasertestphase geführt hatten, sind für uns auch ein Jahr später nicht ausgeräumt. Eine hohe Beteiligung an einer zwischenzeitlichen Mitarbeiterbefragung der Polizei Bremerhaven sagt zwar etwas über das Interesse an Taserwaffen aus, jedoch gar nichts über die Gefahren, die von diesen Waffen tatsächlich ausgehen. Taser sind Elektroimpulswaffen. Sie verschießen mit Widerhaken versehene Drähte, über die starke Elektroschocks von bis zu 50.000 Volt geleitet werden um so die beschosssene Person kampfunfähig zu machen. Zahlreiche Fälle aus den USA zeigen, dass der Einsatz von Tasern schwerste Gesundheitsschäden bis hin zum Tod verursachen kann. Wir warnen davor, Taserwaffen zu verharmlosen und als adäquates Mittel irgendwo zwischen Schlagstock und Pistole einzusetzen. Im übrigen wären die 35 000 Euro, die
diese Testphase kosten soll, sinnvoller in sozialen Projekten für Kinder und Jugendliche und für Gewaltprävention an Schulen eingesetzt."

Quelle: http://www.dielinke-bremerhaven.de/politik/aktuelles/detail/artikel/pilotprojekt-mit-elektroschockwaffen-ist-lebensgefaehrlich/