13. Januar 2017

Mit Blindheit geschlagen?

Augenärztliche Notfälle in Bremerhaven werden häufig zur Behandlung nach Bremen weitergeschickt. Trotzdem sehen die Verantwortlichen keinen dringenden Handlungsbedarf. Sind sie mit Blindheit geschlagen

Fast 200 Mal mussten Kranke im vergangenen Jahr wegen fehlender Kapazitäten vor Ort zur augenärztlichen Behandlung in die Nachbarstadt fahren. Obwohl das AMEOS Klinikum St.Joseph mit vier Belegbetten für augenärztliche Notfälle den Versorgungsauftrag hat, gibt es keinen wirklich funktionierenden Notdienst. Kranke müssen Geld und stundenlange Geduld aufbringen und benötigen bei eingeschränktem Sehen auch noch eine Begleitung, um den Weg zur Behandlung im sechzig Kilometer entfernten Bremen zu bewältigen.

Petra Brand,  Stadtverordnete der LINKEN erklärt dazu: "Die von verschiedenen Bürgerschaftsabgeordneten vorgebrachte Kritik ist zu unterstützen. Bremerhaven braucht dringend einen wirklich funktionierenden augenärztlichen Notdienst. Gleichzeitig sind Abläufe und Personalsituation bei AMEOS zu überprüfen. Es ist Zeit genau hinzuschauen. Das AMEOS Klinikum St. Joseph muss seinem Versorgungsauftrag zur Behandlung und stationären Aufnahme von augenärztlichen Notfällen jederzeit nachkommen. Nicht Wirtschaftlichkeit, sondern das Patientenwohl muss dabei oberste Priorität haben."