9. Dezember 2016

Lage der Beschäftigten bei den AMEOS-Kliniken

Schöne Bescherung! ... fällt einem ein, wenn man liest, in welcher Lage sich die Beschäftigten des Bremerhavener AMEOS Klinikums St. Joseph wenige Wochen vor Weihnachten befinden. Bis zum 15. Dezember 2016 sollen die 240 nichtärztlichen Beschäftigten Zusätze zu ihren Arbeitsverträgen unterschreiben.

Wer unterschreibt, profitiert von Gehaltserhöhungen und kann seinen Arbeitsplatz sichern, behauptet AMEOS-Regionalgeschäftsführer Timm. Wer unterschreibt, verliert gegenüber den alten Verträgen an Einkommen, Rente und Betriebsrente, rechnet dagegen die Gewerkschaft ver.di vor. Und warnt vor der weiteren Verschlechterung der Arbeitsbedingungen.

Und über allem schwebt die Angst um den Arbeitsplatz, nachdem auf einer Mitarbeiterversammlung die Überprüfung unwirtschaftlicher Einheiten angekündigt wurde. Genau so wurden auch schon in anderen AMEOS-Kliniken Handwerker, Therapeuten, Reinigungspersonal und Bürokräfte in neue für sie ungünstigere Verträge gepresst.

Petra Brand, Stadtverordnete der LINKEN erklärt dazu: „Verschlechterungen bei Bezahlung und Arbeitsbedingungen der AMEOS-Beschäftigten sind nicht zu vertreten. Im Gegenteil: sie haben allemal mehr Gehalt und mehr Wertschätzung verdient als bisher. Eine optimale Patientenversorgung ist ohne zufriedenes und motiviertes Personal nicht zu haben. Winkelzüge mit Vertragszusätzen und das Ausnutzen von Existenzsorgen bewirken genau das Gegenteil.