10. August 2016

LINKE fordert verstärkte Anstrengungen, um Mangel an Lehrer*innen in Bremerhaven abzustellen

Foto: Alipictures / pixelio.de

Aktuellen Presseberichten zufolge konnten auch zu diesem Schuljahr nicht alle Lehrerstellen in Bremerhaven besetzt werden. 40 Stellen sollten unbesetzt sein. Kristina Vogt, Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft, verfolgt diese Entwicklung mit großer Sorge: 

„Unterrichtsausfall, zu große Klassen und eine Überbelastung des vorhandenen Personals sind die drohenden Konsequenzen. Offensichtlich reichen die im letzten Jahr ergriffenen Maßnahmen nicht aus, die Stadt Bremerhaven zu einem attraktiven Arbeitsort für Lehrkräfte zu machen. Es wird nicht genügen, nur mit einem höheren ‚Begrüßungsgeld‘ für neue Lehrerinnen und Lehrer zu arbeiten. So lange die Arbeitsbedingungen und Löhne an den Bremerhavener Schulen schlechter als die Verhältnisse im niedersächsischen Umland sind, wird es kaum gelingen, das Personal in der Seestadt zu halten.“ 

Vogt sieht dabei insbesondere auch die Senatorin für Kinder und Bildung in der Pflicht, Maßnahmen zu ergreifen. „Es muss sichergestellt werden, dass Stellenzusagen zeitnah erfolgen, damit Bremen vor anderen Bundesländern Personal an sich binden kann. Insbesondere muss Senatorin Bogedan aber dafür sorgen, dass Bremen selbst genügend Personal ausbildet. Fehlentwicklungen, wie die Streichung der Lehramtsausbildung für Sport an der Universität, müssen korrigiert und deutlich mehr Referendariatsplätze geschaffen werden. Denn alle Erfahrung zeigt, dass es am leichtesten ist, Lehrerinnen und Lehrer über die Ausbildung vor Ort für Bremerhaven zu gewinnen.“

Zur nächsten regulären Sitzung der Deputation für Kinder und Bildung erwartet Vogt einen ausführlichen Bericht, welche Maßnahmen die Senatorin ergreifen wird. Eine entsprechende Berichtsbitte wurde heute eingereicht – siehe hier:

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