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9. Mai 2016

Ist das Land Bremen auf die Weservertiefung angewiesen?

Jeweils mittwochs erscheint im größten Bremer
Anzeigenblatt die Rubrik 'Pro und Contra'.

Hier äußern sich verschiedene PolitikerInnen
beziehungsweise VertreterInnen von Institu-
tionen und Verbänden zu aktuellen Themen.

Aktuell geht es um die Weservertiefung.

Nelson Janßen bezieht im Weser Report
für DIE LINKE Stellung:

Die Weservertiefung hat erhebliche Folgen für Mensch und Umwelt. Der Hochwasserpegel steigt. Die Äcker versalzen. Die Wasserqualität verschlechtert sich. Die Außenweser (ab Bremerhaven ins offene Meer) verläuft mitten durch das Weltnaturerbe Wattenmeer.

Allein für den Ausbau der Mittelweser (von Bremen nach Brake) muss Bremen sich mit 67 Millionen Euro beteiligen.

Und wofür? Für eine 40 bis 90 cm tiefere Fahrrinne. Nur damit Riesen-Containerschiffe auch bei Niedrigwasser nach Bremerhaven kommen. Nur damit Massengutschiffe in der Mittelweser aneinander vorbeifahren können, ohne an den Ausweichstellen zu warten.

Ist es das wert? Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs und das Zögern der Bundesregierung sagen: nein.

Immer tiefer buddeln ist eine Lösung von gestern. Bessere Navigationssysteme, bessere Logistikketten und eine nationale Hafenplanung erreichen dieselben Ziele – ohne Umweltzerstörung, und für deutlich weniger Geld.