Schlechte Meldungen können weder der Magistrat, noch der Bremer Senat oder die Bundesregierung gebrauchen. Deshalb werden die Arbeitslosenzahlen regelmäßig schön gerechnet.
Arbeitslose, die krank sind, einen Ein-Euro-Job haben oder an Weiterbildungen teilnehmen, werden bereits seit längerem nicht als arbeitslos gezählt.
Fast alle Arbeitslosen, die älter als 58 sind, erscheinen nicht in der offiziellen Statistik.
Im Mai 2009 kam eine weitere Ausnahme hinzu: Wenn private ArbeitsvermittlerInnen tätig werden, zählt der von ihnen betreute Arbeitslose nicht mehr als arbeitslos, obwohl er keine Arbeit hat.
Wer die tatsächliche Arbeitslosigkeit erfassen will, muss ehrlich rechnen. Wir tun das. Hier ist die tatsächliche Zahl, die allein auf amtlichen Daten der Statistik der Bundesagentur für Arbeit beruht.
Im Januar 2011 sind in Bremerhaven 11.401 Menschen arbeitslos, statt 8.529, wie offiziell vermeldet. Zeit zu handeln, statt zu tricksen!
Stadt Bremerhaven:
Tatsächliche Arbeitslosigkeit im Januar 2012: 11.401
Offizielle Arbeitslosigkeit 8.529
Nicht gezählte Arbeitslose 2.872
Nicht gezählte Arbeitslose aufgeschlüsselt: 2.872
Älter als 58, 12 Monate in Grundsicherung (SGB II): 391
Älter als 58, 12 Monate in Grundsicherung (§ 428 SGB III / 65 Abs.4.SGB II / § 252 Abs. 8 SGB VI): 403
Ein-Euro-Jobs (Arbeitsgelegenheiten): 917
Fremdförderung: 144
Berufliche Weiterbildung: 490
Aktivierung und berufliche Eingliederung (z.B. Vermittlung durch Dritte): 179
Beschäftigungszuschuss (für schwer vermittelbare Arbeitslose): 7 Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen: 0
Kranke Arbeitslose (§126 SGB III): 190
BürgerInnenarbeit: 151
Aus: Aktuelle Daten zum Arbeitsmarkt (Agentur für Arbeit, Statistik-Service Nordost, Februar 2012).
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