9. Dezember 2018

Konsequenzen aus Deponie–Skandal ziehen

Foto: Matthiessen

In einem Antrag fordert die Gruppe DIE LINKE. in der Stadtverordnetenversammlung von den zuständigen Behörden und dem Betreiber der Deponie nachvollziehbare Lösungsvorschläge für die Beseitigung der bekannten Missstände und bis zur Abstellung dieser Missstände den weiteren Ausbau der Deponie Grauer Wall zu stoppen.

Sollten keine Lösungsvorschläge vorgelegt werden, ist die Deponie zu schließen. Weiterhin ist ihre Unschädlichkeit zukünftig von unabhängigen Instituten zu überwachen; die Kosten hat der Betreiber Remondis zu tragen.

Grundlage für diesen Antrag sind Unterlagen, die der Stadtverordneten Petra Brand sowie „buten un binnen“ vorliegen. Danach wurde in der Vergangenheit beim Betrieb der Deponie Grauer Wall
unverantwortlich gehandelt. Daraus resultieren eine nicht ausreichende Basisabdichtung für den
weitaus größten Teil der Deponie und die Einlagerung von hochgiftigen Stoffen, wo eigentlich nur
minder giftige Stoffe gelagert sein sollten.

Petra Brand, Stadtverordnete der LINKEN, erklärt dazu: „Der Bürgerinitiative BIKEG ist es zu
verdanken, dass die unhaltbaren Zustände auf der Deponie endlich der Öffentlichkeit bekannt
gemacht wurden. Die Bremerhavener Behörden und der Betreiber Remondis müssen jetzt Konzepte
liefern, ansonsten muss die Deponie geschlossen werden. Weitere Umweltschädigungen und
Gesundheitsbelastungen für die Menschen in der Umgebung der Deponie müssen verhindert werden.
Vom Umweltdezernenten erwarten wir in dieser Sache einen ernstzunehmenden Einsatz. Ob es dazu
kommt, darf nach seinen Ausflüchten im „buten un binnen“- Interview zu den ungeklärten
Krankheitsfällen in der Umgebung der MBA bezweifelt werden. Auch die Äußerungen des Kämmerers
in Sachen Remondis wurden von vielen Menschen in Bremerhaven als überheblicher Affront gegen
berechtigte Bürgerinteressen wahrgenommen.