23. März 2018

Neonatologie muss in Bremerhaven erhalten bleiben

Wieder wird um die Neonatologie in Bremerhaven gestritten. Während Ameos im Interessenkonflikt mit dem Klinikum Reinkenheide den Gerichtsweg beschreitet, sorgen sich die Menschen in Bremerhaven und Umgebung zu recht um den Erhalt der wichtigen Frühchenstation in der Stadt. In der Debatte kommt bisher ein wichtiger Aspekt zu kurz.

Petra Brand, Stadtverordnete der LINKEN, erklärt dazu: "In der Debatte um die scheinbar zu teure Neonatologie wird gelegentlich darauf verwiesen, dass die Aufgabe dieser Station ebensogut und billiger in Bremen-Nord übernommen werden könnte. Dies ist ein gefährlicher Trugschluss, da es bereits weit fortgeschrittene Pläne gibt, die Neonatologien Bremen Nord und Links der Weser zusammenzulegen am neuen Standort Klinikum Bremen Mitte. Das würde also noch mehr Belastungen bedeuten für die betroffenen Eltern aus Bremerhaven und Umgebung durch unverhältnismäßige lange Wege, zumal nicht jede Frühgeburt sich wochenlang vorher ankündigt. Dies ist unzumutbar angesichts der Tatsache, dass diese Eltern ohnehin durch die gesundheitliche Situation ihres frühgeborenen Kindes unter besonderem seelischen Stress stehen. Wir erwarten, dass sich die Vernunft durchsetzt und im Interesse der Neugeborenen und ihrer Eltern alle Beteiligten eine Lösung zur Absicherung der Neonatologie in Bremerhaven erarbeiten."