Nach Truppeneinsatz fordert Die Linke: „Wir brauchen mehr Sicherheit für Bremerhaven“

Petra Brand

„Sich nicht vorzubereiten wäre blauäugig.“ So wurde der Oberst des Landeskommandos Bremen vergangenen Freitag in der Nordseezeitung zitiert. Worum geht es genau? Die Bundeswehr baut in Bremerhaven zurzeit eine sogenannte „Heimatschutzkompanie“ auf, die ab September Militärübungen im Hafen abhalten soll. Um die Bevölkerung nicht zu verängstigen, werde bei den Militäreinsätzen allerdings nur am Tage geschossen. Die Kompanie solle die Sicherheit Bremerhavens gewährleisten.

„Da stimme ich dem Herren Oberst ausnahmsweise einmal zu“, sagt Petra Brand die Fraktionsvorsitzende der Linken in der StVV. „Bremerhaven braucht mehr Sicherheit. Sichere und gut bezahlte Arbeitsplätze im Hafen und anderswo, um allen Menschen, die in Bremerhaven leben, ein Leben ohne Armut und ohne Existenzängste zu garantieren. Bezahlbaren und vor allem bewohnbaren, kommunalen Wohnraum, damit niemand in Bremerhaven mehr Angst haben muss, krank zu werden oder die Miete nicht zahlen zu können. Die Sicherheit, dass die Steuergelder für das Allgemeinwohl eingesetzt werden, zum Beispiel durch den Neubau, der abrissreifen Stadthalle. Aber vor allem: eine sichere Zukunft für die nächsten Generationen durch genügend Lehrkräfte an unseren Schulen, die den Kindern unserer Stadt eine selbstbestimmte Bildung ermöglichen.

Sicherheit wird nicht durch Soldaten und Waffen geschaffen, sondern durch Investitionen in das Allgemeinwohl, um allen Menschen in Bremerhaven ein sicheres und ruhiges Leben ohne Knalleffekte zu ermöglichen. „Also“, sagt Petra Brand, „seien wir nicht blauäugig, bereiten wir den Menschen in Bremerhaven ein sicheres Leben. Wir sind es ihnen schuldig.“