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Worthülsen bringen uns nicht weiter, wir brauchen Konzepte und Investitionen, um die Gesundheitsversorgung unserer Bürger*innen zu sichern

Zur Berichterstattung in der NZ am 4.1., 6.1. und 7.1.2023 über die medizinische Versorgung in Bremerhaven - vorliegende Lösungskonzepte müssen endlich bearbeitet werden meint Petra Brand, Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Stadtverordnetenversammlung und Mitglied im Gesundheitsausschuss, dazu: "Die Probleme sind den Akteuren aus der
Politik, die sich jetzt mit unscharfen Überlegungen in der NZ äußern, seit Jahren bekannt. Schon 2015 wurde dem damaligen Gesundheitssenator in Bremen ein betriebswirtschaftlich durchdachtes Konzept zur Errichtung einer medizinischen Fakultät in Bremen inklusive Gesundheitscampus in Bremerhaven vorgelegt.

Regierungskoalition und Magistrat in Bremerhaven haben bisher wenig getan, um die 2018 im Bremerhavener Gesundheitsausschuss vorgebrachten Vorschläge zur Verbesserung der Versorgungssituation der Bremerhavener Patient*innen umzusetzen. Mit Ausnahme der Einrichtung eines Studiengangs für Medizinische Assistenten in Bremerhaven ist fast nichts passiert, um die Versorgung der Patient*innen zu verbessern. Statt der heutigen philosophischen Gedanken des Gesundheitsdezernenten, es lägen keine "Denkverbote" vor, hätte schon längst ernsthaft an Lösungskonzepten gearbeitet werden müssen.

Es gibt seit Jahren Vorschläge und Konzepte, die in anderen Bundesländern zur Behebung des Ärztemangels bereits umgesetzt werden. In Stade wird das Krankenhaus finanziell vom Land unterstützt, an dem in Kooperation mit der Universität Riga (Lettland) in Zukunft der klinische Teil des Medizinstudiums absolviert werden kann. Auf diese Weise soll die Zahl der Medizinabsolvent*innen erhöht werden, die nach Deutschland kommen und bleiben möchten. Eine ähnliche Kooperation zur Erlangung eines EU-weiten anerkannten Medizinabschlusses besteht zwischen der Ameos-Gruppe in Deutschland und z.B. der Universität in Osijek/Kroationen. Die Idee, dass Reinkenheide mit der Universität Lund (Schweden) in gleicher Weise kooperieren könnte, besteht ebenfalls seit Jahren. Reinkenheide ist schon heute Lehrkrankenhaus für die Universität Göttingen. Weitere Kooperationen zwischen kommunalen Krankenhäusern und Universitäten könnten auch im Bundesland Bremen umgesetzt werden, um mehr Studienplätze für die Medizinerausbildung zu schaffen.

Ich fordere, dass die Politik in Bremerhaven und in Bremen ein Lösungskonzept erarbeitet, das zeitnah im Gesundheitsausschuss vorgelegt werden soll. Die Probleme lassen sich nicht wegrechnen. Manche Berechnungen, dass in Bremerhaven angeblich genügend Ärzt*innen vorhanden sind, berücksichtigt nicht die Tatsache, dass viele davon im Angestelltenverhältnis nur in Teilzeit arbeiten. Man kann also nicht einfach die Köpfe zählen. Während die Anzahl der ausgebildeten Ärzt*innen leicht zunimmt, nimmt die ärztliche Jahresarbeitszeit stark ab und absolut gesehen steht so viel weniger Personalkapazität für die Patientenversorgung zur Verfügung. Worthülsen bringen uns nicht weiter, wir brauchen Konzepte und Investitionen, um die Gesundheitsversorgung unserer Bürger*innen zu sichern, auch wenn es teuer wird," so Brand.

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