Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen

Günter Matthiessen

Linke fordert Beobachtungsstelle für Femizide

In Bremerhaven ist am Mittwoch eine Frau Opfer einer gewalttätigen Straftat geworden.
Wir wissen nicht die Umstände dieser Tat.

In Deutschland sind aber solche Fälle nicht Einzelfälle. Im Jahr 2019 sind 267 Frauen in Deutschland getötet worden, weitere 542 haben einen Tötungsversuch überlebt1. Deshalb hat die LINKE im Bundestag einen Gesetzentwurf eingebracht, der eine Beratungsstelle für Femizide fordert. Dieser Antrag ist am Donnerstag im Bundestag in erster Lesung beraten worden2 und wird im Ausschuss für Familien, Senioren, Frauen und Jugend federführend weiter behandelt.

Hierzu Cornelia Möhring, MdB „Der Femizid, also die absichtliche Tötung von Frauen aufgrund ihrer Geschlechtszugehörigkeit, ist die schlimmste Ausprägung von Gewalt an Frauen und passiert in Deutschland in den meisten Fällen als sogenannte Trennungstötung, also die Tötung der eigenen Frau oder Partnerin vor bzw. nach einer vollzogenen Trennung. Aber auch „Ehren“morde, Morde nach einer Vergewaltigung oder die spezielle Tötung von Frauen bei einem Attentat gelten als Femizide.“(Zitiert nach2)

Wir fordern, dass auch in diesem Fall in Bremerhaven untersucht wird, ob es sich um einen versuchten Femizid handelt.

1www.bundestag.de/presse/hib/806252-806252

2www.cornelia-moehring.de/25-11-femizide-untersuchen-benennen-und-verhindern/