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Foto: GMatthiessen unter Verwendung von Wikipedia

Günter Matthiessen

Bremerhaven ist weltoffen – gegen rassistische Sprache

Der Kreisverband der LINKEN in Bremerhaven tritt – wie viele andere auch – für eine offene Kultur ein, in der alle Menschen mit Respekt behandelt werden.
Dieses schließt diskriminierende Bezeichnungen für einzelne Menschen oder Gruppen von Menschen aus. Der Kreisverband verurteilt die Benennung eines Getränks durch die Bezeichnung „Bimbo“, die abwertend für Menschen afrikanischer Herkunft steht, sowie die Karikatur, die in diesem Zusammenhang eine Abwertung darstellt.

Die Reaktion des Wirts der Unions-Stuben und einiger Gäste in Leserbriefen und auf Facebook zeigen, dass die Benennung kein „Ausrutscher“ ist, der zu korrigieren wäre, sondern dass die Herabwürdigung anderer Menschen hier bewusst benutzt wird.

Die gesellschaftlichen Beziehungen der Menschen untereinander ändern sich. Nicht-Europäer sind in der Zeit des Kolonialismus diskriminierend dargestellt worden; damit wird die Schuld an unmenschlichen Zuständen diesen Menschen selber gegeben – und von Ursachen durch die kolonialistische Ausbeutung abgelenkt.

Daneben wurden später auch Menschengruppen wie die Juden, Sinti und Roma, homosexuelle, Menschen mit Behinderungen und sog. Asoziale in diskriminierender Weise dargestellt - um deren Verfolgung als logisch konsequent darzustellen.

Auch nach dem Ende des 2. Weltkrieges hat die Diskriminierung nicht aufgehört.
Erst seit den 1990-er Jahren hat man angefangen, sich der versteckten Diskriminierung durch bestimmte Begriffe bewusst zu werden - wie Negerkuss oder Mohrenkopf oder Zigeunerschnitzel. Diese Aufarbeitung ist aber noch nicht abgeschlossen. Jeder von uns muss sich fragen, welche Wirkung Sprache auf andere Menschen haben kann. Welche Bedutung hat ein Getränk mit Namen "Lumumba"? Hier sind sich Sprachkritiker (noch) nicht einig.

DIE LINKE begrüßt, dass sich inzwischen auch Unternehmen gegen sprachliche Diskriminierungen einsetzen.

Die LINKE ist solidarisch mit allen Menschen, die sich gegen Diskriminierung einsetzen. Insbesondere mit Menschen, die in Initiativen wie „Bremerhaven bleibt bunt“ mitarbeiten. Die LINKE ist solidarisch mit Journalist:innen weltweit; diese werden zum Teil für ihre aufklärerische Arbeit verfolgt.


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