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Cafer Isin

Hanau - Gedenken an Opfer rassistischer Morde

Beim Anschlag in Hanau am 19. Februar 2020 ermordete der 43-jährige Hanauer Tobias Rathjen insgesamt neun Menschen aus rassistischen Motiven. In und vor zwei Shisha-Bars, einem Kiosk und einer Bar erschoss er neun Bürger mit Migrationshintergrund.

Die Opfer hatten einen Migrationshintergrund. Fünf davon besaßen die deutsche Staatsangehörigkeit, einer war Bürger Afghanistans, zwei Bürger der Türkei,  drei weitere kamen aus Bosnien und Herzegowina, Bulgarien und Rumänien. Die deutschen Staatsbürger waren  kurdischer Herkunft und Roma. Der Mörder suchte sich gezielt Menschen aus, die er für nicht-deutsch hielt, und ging strategisch und planvoll vor.

Die Tat wurde als rechtsextremer Terrorakt aus rassistischen Motiven eingestuft.

Der NSU, der Anschlag in München, der Anschlag in Halle, der Mord an Walter Lübcke  - all das zeigt, wie groß die Gefahr durch Rechtsterrorismus ist.

Ein Jahr danach stellen wir fest, dass die Gefahr, die von Rechtsextremen ausgeht, immer noch aktuell ist.

Medienberichten zufolge gibt es immer noch sehr viele rechtsextreme Strukturen, so dass das gleiche jeder Zeit wieder passieren kann.

Die Geschichte von "Einzelfällen" und "Einzeltätern" muss endlich aufhören. Diese Geschichte ist eine Verharmlosung der realen Gefahr. Die Täter sind oftmals in rechte Netzwerke eingebunden, sie fühlen sich bestärkt von einer Stimmung, die in den letzten Jahren nicht nur von Rechtsaußen befeuert wurde.

Wir sagen ein Jahr danach:
Es muss sich endlich nicht nur etwas, sondern vieles in diesem Land ändern.

Wir rufen alle auf, an der
Mahnwache Samstag, 20.02.2021 um 12 Uhr
auf dem Ernst- Reuter- Platz teilzunehmen.