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Kriegsgerät statt Windräder

Der Fischereihafen wird bald nicht mehr überall zugänglich sein - militärisches Sperrgebiet. Laut eines buten un binnen-Berichts vom 9. Januar werden in Bremerhaven bald Kriegsschiffe für Ägypten gebaut. In den ehemaligen Hallen von Weserwind entstehen nun anstelle von Windrädern hoch aufrüstbare Fregatten.

"Wir würden uns normalerweise über jedes in Bremerhaven gebaute Schiff freuen", so Petra Brand von der Fraktion DIE LINKE, "weil das Arbeitsplätze schafft. Aber den Bau von Kriegsschiffen in unserem Fischereihafen für den Waffenexport lehnen wir entschieden ab". Beschämend genug, dass Deutschland einer der größten Waffenexporteure der Welt ist, so Brand weiter. Der Hafen in Bremerhaven diene seit Jahren als Drehscheibe zum Transport von Kriegsgerät in alle Welt, jetzt komme ein weiteres trauriges Kapitel hinzu. "Der Wasserzugang im Fischereihafen wird teilweise gesperrt, damit in Sicherheit gebaut werden kann, was den Nahen Ostern wieder ein wenig unsicherer machen wird". Es handele sich ja nicht um defensive Minensuchboote, sondern um Schiffe, die zum Angriff genutzt werden können. In Ägypten werden jeden Tag die Menschrechte massiv verletzt, die ganze Region ist hochgradig instabil. 

"In erster Linie geht es doch um die Profitinteressen einiger weniger, die mit der Schaffung von Arbeitsplätzen gerechtfertigt werden", so Brand. Es sei zu hoffen, dass die Arbeitnehmer wenigstens anständig bezahlt und keine billigen Leiharbeiter beschäftigt würden. In Bremerhaven sollten zivile Schiffe gebaut werden, die mit umweltfreundlichem Antrieben fahren, wünscht sich Brand. "Daran müssten Unternehmer und Regierung gemessen werden, Waffenexporte sollten gesellschaftlich geächtet werden."