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Day of the Seafarer: Landgang für alle ermöglichen!

Ingo Tebje und Muhlis Kocaaga äußern sich besorgt zum Ergebnis einer Umfrage, demnach für sehr viele Seeleute kein Landgang möglich sei. „Einige Seeleute müssen in Bremerhaven immer noch mit starken Einschränkungen leben: Aus Angst vor einem Corona-Ausbruch auf dem Schiff verbieten einige Vorgesetzte und Reedereien ihren Beschäftigten den Landgang. Das sollte dringend unterlassen werden! Seeleute haben ein Recht auf Freizeit an Land und dürfen nicht eingesperrt werden.“

Am Samstag findet anlässlich des „International Day of the Seafarer“ in Bremerhaven eine Konferenz des Bremer entwicklungspolitischen Netzwerks statt. Unter dem Motto „Fair übers Meer“ diskutieren u.a. Vertreter*innen der deutschen Seemannsmission, der International Transport Workers Federation (ITF) und aus der Politik die Arbeitsbedingungen von Seeleuten. Anschließend findet ein Fest im Seemannsclub statt.

Ingo Tebje, arbeits- und hafenpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, äußert sich besorgt: „Während für die meisten Menschen in Deutschland die Pandemie kaum noch eine Rolle spielt, müssen einige Seeleute in Bremerhaven immer noch mit starken Einschränkungen leben: Aus Angst vor einem Corona-Ausbruch auf dem Schiff verbieten einige Vorgesetzte und Reedereien ihren Beschäftigten den Landgang. Das sollte dringend unterlassen werden! Seeleute haben ein Recht auf Freizeit an Land und dürfen nicht eingesperrt werden.“

In einer Umfrage der Deutschen Seemannsmission gaben jüngst 52 Prozent von 570 befragten Seeleuten an, dass für sie kein Landgang möglich sei; 30 Prozent dürfen seit einem Jahr das Schiff nicht in ihrer Freizeit verlassen.

Allgemein zu den Arbeitsbedingungen auf der Beschäftigten auf Schiffen sagt Muhlis Kocaaga, Stadtverordneter in Bremerhaven für DIE LINKE: „Sogenannte Billigflaggen ermöglichen miese Bezahlung von Seeleuten ebenso wie unterirdische Arbeitsbedingungen auf dem Schiff. Es ist geboten, faire Arbeitsbedingungen für alle Beschäftigten auf Schiffen sicherzustellen, die auch in den Bremischen Häfen arbeiten. Wir LINKE fordern deshalb: Billigflaggen für deutsche Reedereien verbieten! Die Konkurrenz der Häfen durch eine enge Kooperation ablösen!“