Die EU-Beratungsstelle in Lehe muss erhalten bleiben

Die EU-Beratungsstelle der AWO in Bremerhaven-Lehe unterstützt seit Jahren zugewanderte EU-Bürger*innen, ihre ersten Schritte in Deutschland zu fassen. Die EU möchte das Projekt im Rahmen des EhAP-Plus-Programms bis 2028 weiter fördern. Nun steht noch die Zusage des Magistrats aus, der jährlich einen Anteil von 15.000 Euro beisteuern muss.

 
Muhlis Kocaağa, Abgeordneter Die Linke in der StVV, sagt dazu: „Menschen, die in unser Land kommen und sich hier integrieren möchten, müssen auch die Gelegenheit zur Integration bekommen. Die EU-Beratungsstelle der AWO ist ein gutes Beispiel dafür, wie das funktionieren kann. Zugezogene aus EU-Staaten bekommen hier eine umfassende Beratung darüber, welche ersten Schritte sie in unserem Land machen müssen und wie sie sich auf die Suche nach guter Arbeit begeben können. Der Magistrat muss dieses Projekt unbedingt weiter finanzieren, weil zugezogene EU-Bürger*innen sonst keine andere Informationsstelle haben.


Kocaağa betont darüber hinaus: "Besonders Personen mit ungeklärtem Aufenthaltsstatus haben kaum Zugang zu staatlicher Unterstützung. EU-Bürger*innen kommen oft zum Arbeiten. Wenn jedoch Probleme auftreten, können sie sich nicht an das Sozialamt oder das Jobcenter wenden. Diejenigen, die ihre Arbeit verlieren, haben oft keinen Anspruch auf Sozialleistungen. Häufig fehlt ihnen auch der Zugang zu medizinischer Versorgung, einschließlich Arztbesuchen und Krankenhausbehandlungen und sie verlieren ihre Wohnungen. Genau hier spielt die Beratungsstelle eine wichtige Rolle, indem sie Unterstützung bietet und über die eigenen Rechte sowie Möglichkeiten aufklärt."