Kein Ausschluss beim Schulessen an Bremerhavener Oberschulen
Laut einem Bericht der Nordsee-Zeitung vom 06.02.2026 gibt es an diversen Bremerhavener Schulen Zahlungsrückstände für die Zahlung des Schulessens. Schuldezernent Hauke Hilz nimmt dies zum Anlass, um dafür zu werben, dass Schüler*innen mit höheren Ausständen an Oberschulen das Mittagessen gestrichen werden soll.
Muhlis Kocaağa, Abgeordneter Die Linke in der StVV: „Eine mögliche Streichung des Schulessens für bestimmte Schüler*innen sehen wir sehr kritisch. Anstatt die Schüler*innen für fehlende Zahlungen der Erziehungs- oder Sorgeberechtigten zu bestrafen, sollte man sich vielmehr die Ursachen und Gründe für die fehlenden Zahlungen anschauen. In Bremerhaven ist jeder dritte Haushalt von Armut betroffen. Darüber hinaus hat Bremerhaven eine der größten Kinderarmutsquoten in Deutschland. Oft fehlt es den Familien schlicht an Geld, um die Gebühren für das Schulessen regelmäßig zahlen zu können. Darüber hinaus kommt es bei der Beantragung und Ausstellung der Bildungsgutscheine immer wieder zu Verzögerungen.“
Die Linke Bremerhaven sieht verheerende Folgen für die potentiell betroffenen Schüler*innen. Sie würden damit in eine Ecke gedrängt und von gesellschaftlicher und sozialer Teilhabe in der Schule ausgeschlossen werden. Bestrafungen sind nicht die Lösung des Problems.
